Viele behandeln riskantes Verhalten als Jugendthema. Gleichzeitig verschiebt sich ein Teil des Risikos in höhere Altersgruppen. Ein Text von The Economist (deutsch via Newsflix, 05.01.2026) bündelt Befunde aus mehreren Ländern: Ältere Erwachsene konsumieren häufiger Alkohol riskant, der Konsum mancher Substanzen steigt, und sexuell übertragbare Infektionen nehmen in höheren Altersgruppen zu.
Was verändert sich gerade
Babyboomer und Teile der Generation X behalten Muster aus Jugend und mittlerem Erwachsenenalter länger bei
Mehr Freiheit durch Pension, teils mehr finanzielle Spielräume, weniger Verpflichtungen, häufiger Alleinleben nach Trennung oder Verwitwung
Neue Rahmenbedingungen: Dating-Apps für Ältere, Medikamente bei sexuellen Funktionsstörungen, Wohnanlagen mit starker Sozialdynamik
Präventionskampagnen fokussieren oft weiterhin stark auf Jugendliche, ältere Gruppen bleiben unterbelichtet
Warum das praktisch relevant ist
Alkohol und Substanzen: Risiko steigt durch Wechselwirkungen mit Medikamenten, Stürze, Schlafprobleme, kognitive Beeinträchtigungen, Depression, Vereinsamung
Sexualität: Mehr Kontakte ohne ausreichenden Schutz erhöht Infektionsrisiken, Test- und Aufklärungskultur erreicht ältere Menschen oft zu wenig
Soziale Folgen: Trennungen, Einsamkeit, Verschuldung und gesundheitliche Krisen belasten Prävention und Hilfsangebote
Konsequenz für Praxis und Organisation
Prävention und Hilfsangebote brauchen eine altersinklusivere Logik: Suchthilfe und Gesundheitsförderung adressieren 55 plus ausdrücklich, Ärzt:innen sprechen Alkohol, Substanzen und Sexualgesundheit aktiv an, Angebote gestalten Information und Zugang niederschwellig, ohne Altersstereotype und ohne Moralisierung.
Details / weiterlesen: https://www.newsflix.at/s/warum-menschen-ueber-55-die-neue-problem-generation-sind-120152838
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